Das Hensen-Denkmal

Prof. Dr. M. Monika Niermann

Das Hensen Denkmal an der Wahner Straße/Amtsstraße in Sögel wurde 2002 im Auftrag der kirchlichen und der politischen Gemeinde Sögel als Projekt in Zusammenarbeit mit dem Sögeler Bildhauer Albert Radke entworfen und umgesetzt.

 

Johann Bernhard Hensen (1828 – 1870) konzipierte und baute für die Bistümer Osnabrück und Münster 30 Kirchen und zahlreiche Profanbauten (Pfarrhäuser, Schulen, Krankenhäuser) vorwiegend in neugotischem Stil. Zum Dombaumeister ernannt widmete er sich der Restaurierung des Osnabrücker Doms und der Erweiterung des Dombaukomplexes durch die Domherrenwohnungen an der Großen Domfreiheit in Osnabrück. In seinem Geburtsort Sögel setzte er sich ein bleibendes Andenken durch den Bau der St. Jokobus-Kirche.

 

Im künstlerischen Entwurf des Denkmals für den Architekten, Kirchen- und Dombaumeister Hensen galt es, verschiedene Gesichtspunkte zu berücksichtigen und zu verbinden. Die Neugotik als stilistische Grundstruktur in Hensens Architektur wie auch die von ihm bevorzugten Materialien Sandstein und Klinker kommen in der Gestaltung des Denkmals zum Tragen. Auf einem mit Klinker verblendeten und stufig erhöhten Sockel scheint die aus Ibbenbührener Sandstein geschlagene Büste wie auf einem gotisch geschwungenen Gewölbebogen zu schweben. Rückseitig fügt sich ein zierlicher Pfeiler in Engelsgestalt tragend und stützend in die Form ein. In der Vorderseite des gemauerten Sockels ist eine Bronzereliefplatte eingelassen, auf der die Sögeler Kirche dargestellt ist.

Monika Niermann und Albert Radke bei der Einweihung des Denkmals