Das Taufbecken

Die Taufe versinnbildlicht die Aufnahme eines Mitgliedes in die Gemeinschaft der Gläubigen. Zur Teilnahme an der Taufzeremonie versammeln sich um das Taufbecken Familienmitglieder, Paten und Gemeindemitglieder. Die zuvor genutzte, in ihren Maßen bescheidene Wasserbeckenvorrichtung konnte dieser feierlichen Zeremonie nur notdürftig entsprechen.


Bedeutend für die Formgebung des neuen Taufbeckens in der Stephanus-Gemeinde zu Lathen ist wiederum der Gedanke der Trinität, der sich in den drei tragenden Stützpfeilern des Taufbeckens wiederfindet. Korrespondierend zu der Anordnung der Stützpfeiler beim Lesepult, die zentral aufeinander zulaufen, verjüngen sich auch hier im Mittelbereich die Stützpfeiler und verbreitern sich als tragende Form nach oben hin, um den Beckenring mit der Wasserschale aufnehmen zu können. Die Wasserschale ist als Kupferschale gefertigt und in den Beckenring eingefügt. Ein flach gewölbter Deckel liegt auf dem Beckenring wie eine schützende Kuppel.


Bezugnehmend auf die Schilderung der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer, in der es heißt, dass der Geist Gottes wie eine Taube herabkam, versinnbildlicht eine hölzerne Taube auf dem Deckel des Taufbeckens den Geist Gottes. Die Taube, in sitzender, ruhender Haltung, aus Eiche geschnitzt, ist zentral auf dem gewölbten Deckel angebracht. In dieser Haltung "ruht der Geist Gottes" bereits auf dem Taufbecken.