Kunst trifft auf Gesundheit

EL Am Sonntag, 29.11.2015

Ausstellung im Trainingszentrum

Künstlerin Monika Niermann zeigte ihr Lieblingsbild „Mutter mit Kind“. 

(Grothe-Fotos)

 

Haren (EL) – „Es war eine unheimliche Herausforderung für mich, die Kunstwerke auszustellen“, freute sich Monika Niermann bei der Eröffnung ihrer Vernissage in den Räumen des Medizinischen Trainingszentrums von Mariele Sibum-Berentelg. Auf den ersten Blick ein vielleicht ungewöhnlicher Ort für eine Kunstausstellung, auf den zweiten dann aber doch nicht. „Ich habe mir einige Gedanken gemacht, welche Kunstwerke, auch vom Thema her, in diese Räume passen“, so die 1944 im ostpreußischen Mewe geborene Professorin für Kunstpädagogik weiter.

 

Der lebendige Abend mit dem Thema „Achtsamkeit“ stand unter dem Motto „Gesundheit trifft auf Kunst“ und es verwundert daher nicht, dass die Bilder der in Kluse lebenden Künstlerin dann auch auf den Fitnessgeräten ihren Platz fanden. Für die passende musikalische Stimmung konnte Sibum-Sporttherapeut David Hernandez mit dem Saxofon überzeugen. Das macht aus einer ungewöhnlichen Idee dann doch eine außergewöhnliche Atmosphäre.

 

„Da das Thema ‚Achtsamkeit‘ auch in unserem Verein ein wichtiges Thema ist, haben wir gemeinsam beschlossen, dieses Thema zu veröffentlichen“, sagte Mariele Sibum-Berentelg über die Ausstellung. Ihrer Einladung folgten viele Freunde, Bekannte sowie Team-Mitglieder oder auch Patienten vom Gesundheitszentrum, die sich die Kunstwerke, die nur an diesem Abend ausgestellt wurden, anschauen wollten. Die Buchhandlung Monika Kremer stellte zudem Literatur zum Thema aus. „Mariele sorgt in ihrem Gesundheitszentrum mit ihren Mitarbeitern dafür, dass unsere körperlichen Defizite wieder ins Lot kommen und Monika kann mit ihrer Erfahrung und Wissen dazu beitragen, dass der Geist sich wieder im Einklang mit dem Körper befindet“, betonte auch Karla Schmidt, Vorsitzende des Harener Kunstkreises in ihrer Rede treffend.

 

Die eindrucksvollen Bilder und Skulpturen von Kunstpädagogin Monika Niermann, mit einprägsamen Titeln wie „Im Café“, „Mutter mit Kind“ oder „Umarmung“ zeigten, wie sehr Kunst zur inneren Ausgeglichenheit beitragen kann. Sie waren noch am Abend teilweise käuflich zu erwerben. Der Erlös der Ausstellung geht an den Verein Donum Vitae. Monika Niermann wurde erst vergangenen März für weitere drei Jahre zur Vorsitzenden des Landesverbandes Donum Vitae Niedersachsen wiedergewählt. Die Kooperation der beiden Frauen kommt nicht von ungefähr. Monika Niermann und Mariele Sibum-Berentelg verbindet eine langjährige Freundschaft. „Mariele und ich haben uns schon vor 20 Jahren bei einem Massagekurs kennengelernt, uns dann aber aus den Augen verloren“, erzählte Niermann. Bei der Verabschiedung des Harener Förderschulleiters Hubert Bühler haben sich die beiden dann schließlich vor ein paar Jahren zufällig wiedergesehen. „Es hat sich dann wieder verfestigt, und seitdem sind wir wieder gut befreundet. Sie hilft mir und ich gebe ihr vielleicht auch die ein oder andere Anregung“, sagte Niermann mit einem Lächeln.

 

Niermann kann auf eine langjährige Berufslaufbahn zurückblicken. Nach einer Ausbildung und Tätigkeit als technische Zeichnerin in Bremen begann sie 1967 ein Lehramtsstudium mit dem Schwerpunkt Kunsterziehung und Kunstgeschichte, Philosophie und Pädagogik in Bonn. Ein Aufbaustudium und die Arbeit als Lehrbeauftragte für Kunstpädagogik an der Uni Bonn begleiteten ihre Promotion. Bis zu ihrem Ruhestand war sie außerdem als Honorarprofessorin für Didaktik, Schulpädagogik an der Uni Osnabrück tätig. Ihr künstlerisches Schaffen ist ebenfalls breit gefächert. Ihre Mittel wie Aquarell-, Acryl- und Ölfarben sowie Wachs, Stein, Metall und Holz sind ebenso unterschiedlich wie die Themen, die sie in ihren Bildwerken und Skulpturen umsetzt.

 

Die Kunstwerke zwischen den Fitnessgeräten waren ein Blickfang. Im Hintergrund spielt David Hernandez auf dem Saxofon. 

 

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